Jugendbergwoche 2015
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Oberst-Klinke-Hütte / Ennstaler Alpen von 12. - 17.07.2015


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Abendteuer, Spass und Bergerlebnis standen im Mittelpunkt der diesjährigen Bergwoche auf der Oberst-Klinke-Hütte in Admont!
11 Kinder und 5 topmotivierte BetreuerInnen stiegen am Sonntag den 12. Juli nach der Ankunft im steirischen Admont zur Hütte auf. Stets den mächtigen Kalbling vor Augen, zu dessen Füßen die Hütte liegt, waren wir überwältigt vom  Bergmassiv der Ennstaler Alpen. Nach dem einstündigen Anstieg zur Hütte erkundeten wir sogleich die umliegende Natur mit ihren blühenden Almwiesen, Nadelwäldern und Gebirgsbächen. Für den Spiele-Spass war hierbei selbstverständlich gesorgt: von „Kennenlernspielen mit Superkräften“ („Adla!“) angefangen bis hin zum obligatorischen „1-2-3—abgeschlagen“, reichte die für alle Altersgruppen geeignete Auswahl an Bewegungs- und Kennenlernspielen. Vor allem Letzteres hatte es insbesondere den ganz großen Kindern inklusive BetreuerInnen angetan und wurde mit Inbrunst und Begeisterung bis zum Abendessen fortgesetzt.

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Doch auch das Bergerlebnis kam nicht zu kurz: gleich am Montag ging es auf gemütlichem Wege auf zur Mödlinger-Hütte. An einem weitläufigen Flussbett legten wir eine längere Pause ein, wo Zeit war für eine ausgiebige Jause, gefolgt von jeder Menge „Staudammbau-action“ am eiskalten Gebirgsbach. Massive Steine wurden umgewälzt und aufgestapelt, Seitenarme des Baches umgelenkt oder neu angelegt und Brücken zur Bachüberquerung gebaut. Ebenso wie Steintürme in allen Größen und Formen errichtet. Die Zeit am Flussbett verflog und wir beschlossen daher am Rückweg an gleicher Stelle nochmal eine längere Pause einzulegen.

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Auf der Mödlinger-Hütte angekommen erwarteten uns eine Vitrine voll mit herrlichen Kuchen und anderen Hütten-Schmankerln. Nach einer kurzen Stärkung und einer Reihe von Bewegungsspielen auf den Baumstämmen am Fuße der Hütte („Schuhgrössen-Sortieren!“) machten wir uns wieder auf den Heimweg zur Obers-Klinke-Hütte.

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Aufgrund des angekündigten Schlechtwetters für Dienstag planten wir nachmittags der Kletterhalle in Liezen einen Besuch abzustatten. Der Vormittag war ganz dem Basteln gewidmet: vom Tassen bemalen bis hin zum Anfertigen von Perlenketten und Schlüsselanhängern, konnte der Bastellust freien Lauf gelassen werden. Am Nachmittag dann gings nach einem außerplanmässigen Abstecher nach Steinach, gefolgt von einem spontanen Wald-und Wiesenpicknick und einer Runde „Parkplatz-Werwolf“, endlich auf zum Bouldern und Seilklettern in die Halle.  Zusätzlich zum üblichen Kletter-Spass fand sich so manches „Belohnungs-Maoam“ oder „Eiszuckerl“ in dem einen oder anderen Klettergriff.

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Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Kalblings: gleich nach dem Frühstück starteten wir unsere Bergtour bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel. Das Nebelkleid des Kalblings lichtete sich merklich mit den Höhenmetern und bis alle die Gipfeljause ausgepackt hatten, wurde der Anstieg mit einer umwerfenden Aussicht weit über das Ennstal belohnt. Wir entschieden uns dafür, die Gruppe zu teilen und während ein kleines Grüppchen erschöpfter Jugendlicher den Abstieg antrat, marschierte der Rest der Truppe munter weiter bis zum zweiten Gipfel. Dort teilte sich die Gruppe erneut und ein paar der besonders bergtüchtigen Kinder stieg zusammen mit zwei Betreuern noch über den Klettersteig ab.

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Nach der Rückkehr konnte der Nachmittag dann mit dem Bemalen und Färben der T-shirts sowie der Konstruktion der Steinschleudern auf der Sonnenterasse vor der Hütte verbracht werden. Neben dem einen oder anderen unerwarteten Farbresultat beim Batikfärben sorgten so manche originellen Sprüche („Sixpack is coming soon…“) auf den T-Shirts für Unterhaltung. Abends dann ließen wir zusammen, bei Gitarre, Ukulele und inbrünstigem Gesang, den Tag am Lagerfeuer ausklingen.
 
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Am nächsten Tag war es dann endlich soweit: die obligatorische Bergwochen-Schnitzeljagd stand am Programm! Bereits während der vergangenen Tage hatten die BetreuerInnen immer wieder versteckte Hinweise im Hinblick auf mögliche Stationen und Aufgaben gegeben und die Kinder stellten wilde Spekulationen an, wie wohl die Stationen aussehen würden.  Die Bergwochen-erprobten BetreuerInnen hatten auf ihren gesamten Erfahrungsschatz und Einfallsreichtum zurückgegriffen und sich für die einzelnen Stationen ordentlich ins Zeug gelegt: Angefangen vom Slacklineparcour, über Zaubertrankzutaten-sammeln (welche sogar ein Haar des Hütten-eigenen Hängebauchschweins Dorli beinhaltete), Steinschleuder-Zielschiessen, Perlen-schätzen, dem Spinnenwebenhindernislauf, einem Steiermarksong dichten („…Steiermoark!“), Quizraten, bis hin zum Wasserspuck-Staffellauf und der Essig-challenge. Alle drei Teams schlugen sich wacker, wobei sich die Mädelstruppe mit ihrem Einsatz und ihrer Motivation klar gegenüber den anderen beiden Teams durchsetzen konnte. Dank der ausgeklügelten Bewertungsschemata war für eine hochkomplexe aber äußerst wirkungsvolle Punktevergabe gesorgt, die selbst kritische Geister überzeugen konnte. Bei der Siegerehrung konnte sich dann jedes Kind über eine Alpenvereins-Umhängetasche und einen Karabiner freuen!

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Im Anschluss an die Schnitzeljagd begannen die Vorbereitungen für den geplanten Lagerfeuer-Grillabend. Während sich der eine Teil der Gruppe aufmachte Feuerholz zu sammeln, halfen die anderen dabei Grillgut vorzubereiten: den Teig für das Steckerlbrot sowie Gemüse für die vegetarischen Grillfolien-Gemüse-Schafkäse-Päckchen.  So konnten wir uns über ein richtig tolles Grillbuffet freuen, mit Würstchen, Stockbrot, Gemüse, Salaten und Saucen („einmal Ketchup, einmal Mayo und einmal Ketchup mit Mayo!“). Der Senf durfte da selbstverständlich auch nicht fehlen! Gerade als wir für das Dessert die geplanten Alufolien-Grillbananen vorbereiten wollten, brachte die Hüttenwirtin zur Überraschung aller eine Schokoladentorte. Die Torte stellte wohl den Versuch von Seiten der Hüttenwirtsleute dar, einige der Mängel auf der Hütte auszugleichen. Es wurde freudig zugelangt während wir zusammen musizierten und Lieder sangen. Die Lagerfeuerromantik und das Grillbuffet überzeugten selbst die eingefleischtesten Smartphone-Jünger unter den Kindern, sodass selbst diese ganz ohne jegliche mediale Zerstreuung Spaß am Lagerfeuer haben konnten. Zum krönenden Abschluss des Tages wanderten wir mit Fackeln durch die laue Sommernacht unter klarem Sternenhimmel hinauf bis zur Jagdhütte. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art!

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Am Tag der Abreise wurden wir zum Frühstück nochmal mit einer riesigen Schokoladen-Geburtstagstorte für eines der Kinder überrascht. Nachdem es sich dabei um die zweite Torte innerhalb von 24 Stunden handelte, entschieden wir geschlossen, sie für das geplante Picknick am Gleinkersee einzupacken, wo wir am Rückweg noch einen Zwischenstopp zur Abkühlung einlegen wollten. Nach der willkommenen Badepause am Gleinkersee, bei hochsommerlichen Temperaturen, traten wir erfrischt die Heimreise an. Ein würdiger Abschluss für die Bergwoche 2015!

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Vielen Dank fürs Dabeisein und Mitmachen und für eine unvergessliche gemeinsame Zeit!