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Jugendleiterausbildung PDF  | Drucken |
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Ausbildung 2013: Erlebnis Berg, Klettern und Wandern

Wir beide kennen uns schon seit der Hauptschule und verbrachten damals schon viel Zeit in den Bergen zum Snowboarden und Wandern. Jahre später entdeckten wir durch den Alpenverein Grieskirchen das Klettern, wodurch sich die Liste der gemeinsamen Abenteuer erweiterte. Doch schon damals merkten wir, dass uns nicht der Leistungsgedanke sondern der Spaß an der körperlichen Bewegung bzw.  das  gemeinsame Erlebnis am Berg motivierte und uns gemeinsam immer wieder zu neuen Aktionen antrieb. Und so entschlossen wir uns als Jugendleiter beim AV Grieskirchen mitzuarbeiten, um unsere Freude mit der Sache Bergsteigen mit anderen zu teilen. So begaben wir uns voller Euphorie Ende April 2013 zum Klettertrum Linz Urfahr.
 
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Bei wunderschönem Wetter starteten wir mit lustigen Kennen-Lernspielen, wobei wir gleich merkten, dass uns drei witzige aber auch lehrreiche Tage erwarteten.
Am Nachmittag lernten wir beim gemeinsamen Trainig in der Boulderhalle, nützliche Kletterspiele und Trainingsmöglichkeiten, die wir direkt an der Kletterwand umsetzten. Am Abend nach dem Essen war nochmals unsere volle Aufmerksamkeit  gefragt, da wir in verschiedenen Gruppen, Kletterveranstaltungen oder Kletterschnuppertage ausarbeiten durften.

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Schon zeitig in der Früh starteten wir am nächsten Tag, in die umliegenden Klettergebiete des Mühlviertels. Unser lieber Bergführer Robert zeigte uns den Umgang mit Seil und Karabiner. Als Höhepunkt stellte sich das Abseiltraining von ca. 10m heraus. Auch beim Standplatz bauen waren alle mit Begeisterung dabei. Am späten Nachmittag kehrten wir erschöpft zum Kletterturm zurück, wo uns Michael bereits zur Materialeinschulung erwartete.
Am Abend verbrauchten wir unsere letzten Energiereserven am Kletterturm, wobei der Spieltrieb unserer Gruppe wieder unbesiegt blieb.

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Am dritten und letzten Tag unserer Ausbildung durften wir unsere Präsentationsfähigkeiten unter Beweis stellen. Unser Projekt,  ein Kletterevent mit körperlich beeinträchtigen Teilnehmern kam bei den Gruppen und auch den Ausbildern (Ulli, Robert und Michi) sehr positiv an.
Obwohl das Kursende gegen Mittag war, verbrachten wir noch den restlichen Tag beim gemeinsamen Klettern, was das beste Zeichen für drei gelungen Ausbildungstage war.
 

Es schien als hätten wir unser ganzes Wetterglück bei unserem ersten Ausbildugsmodul verspielt, da die Wetterprognose für das erste Juniwochenende apokalyptisches Wetter prophezeite. So wunderten wir uns nicht, als wir den Parkplatz bei stömenden Regen verließen und der Regen je eher wir die Hütte erreichten, in Schnee überging. Umso größer war die Freude als wir die gemütliche Stube der Theodor Körner Hütte erreichten, wo wir vom Wirt, dem Blas bei einer Runde Schnaps mit kreativem Drinkspruch, herzlichst empfangen wurden.
Gestärkt und erholt vom feuchten Aufstieg, starteten wir voll motiviert ins Kursprogramm. Auch dieses Mal lernten wir uns anhand von Spielen kennen. Die meiste Zeit verbrachten wir  in Gruppen und bekamen Vorträge in Kartenkunde, Meteorologie und Rechtskunde. Ein Schwerpunkt war auch die Planung und die theoretische Umsetzung einer Tour in den Bergen.

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Am nächsten Tag versprach der erste Blick aus dem Fenster wieder keine guten Verhältnisse. Trotzdem durften wir im dichten Schneefall und einem halben Meter Neuschnee, bei einem Exkurs in das umliegende Gebiet der Hütte unsere Führungsfähigkeiten unter Beweis stellen. In voller Winterausrüstung kämpften wir uns wagemutig auf den Sattel Richtung Angerstein. Nach einer Analyse der Wettersituation kehrten wir auch geich wieder um.
Am Rückweg nutzen wir die Schneeverhätnisse für den Bau eines Iglos bzw. zeigte uns Michael die Bergung einer verletzten Person mit dem Biwacksack.

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Am nächsten Tag war das Wetter etwas freundlicher und so nutzten wir diesen für eine größere Wanderung. Dabei erfuhren wir von unserm Bergführer und Nationalpark Ranger so einiges über Flora und Fauna in der Gebirgsregion des Gosaukammes. Um ein Beispiel zu nennen: Man sollte Ameisenhaufen nicht abdecken, da sich  Rebhühner ihr Gefieder von den kleinen Freunden reinigen lassen. Auch über die Wilderei erfuhren wir so manch interessante Geschichte.

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Nach dem Abendessen wurde noch im klassischen Hüttenstil in lustiger Runde gesungen  und beschwingt die Hüttengittarre gezupft.
Am letzten Tag wurden ebenfalls wieder Projekte präsentiert. Unsere Gruppe präsentierte eine Bergwoche auf der Dümlerhütte für Kinder im Alter von zehn bis sechzehn Jahren. Unerwartete Kritik aber vor allem konstruktives Feedback folgte auf unseren Auftritt. Die Projekte waren auch diesmal wieder ein interessanter und sehr lehrreicher Kursteil. Im Allgemeinen wurde an diesem Nachmittag viel diskutiert. Es wurde einem auch bewusst, dass das Leiten einer Gruppe nicht nur mit Spaß sondern auch mit viel Arbeit und Verantwortung verbunden ist und es von vielen Faktoren abhängig ist, ein guter Leiter zu sein.
Das  letzte Abenteuer der Ausbildung war die Heimfahrt, da die meisten Straßen überflutet und vermurt waren. Trotz des schlechten Wetters waren es wieder erfahrungsreiche Tage an denen der Spaß auch nicht zu kurz kam.

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Vielen Dank an unsere Kursleiter Ulli, Robert und Michael und an unseren Hüttenwirt Blas, der immer für Stimmung und köstlichste Mahlzeiten sorgte.
Stefan Mair und Manuel Wendlick Av Grieskirchen

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